Gartenvorstellung: Ein Reihenhausgarten in Remscheid

Gartenvorstellung: Ein Reihenhausgarten in Remscheid

Glücklich kann sich nicht nur zu dieser Zeit schätzen, wer solch ein Gartenparadies wie Sabine Sperrlich sein eigen nennen darf. Sie hat uns Einblick in ihren wunderschönen Garten gewährt. aber schaut selbst!

Unglaublich wie viel Garten Sabine Sperlich in gerade mal 150 Quadratmetern unterbringt. Mit dem nullacht-fünfzehn Reihenhausdreiklang – Rasen, Sitzplatz, Randbepflanzung – hat ihr kleines Paradies nicht viel zu tun. Dann schon eher mit einem üppig bepflanzten Schaugarten auf einer Gartenausstellung, in dem alles auf den Punkt blüht.

Aber das hier ist kein Schaugarten. Hier wird gelebt. Und es ist auch kein Garten in den die Gärtnerin ihre gesamte Freizeit investiert. Sabine hat einfach nur ein Händchen für geschickte Pflanzenkombinationen, die lange blühen und dabei nicht allzu viel Arbeit machen.

Die richtige Pflanzenauswahl sorgt für ständige Blütenpracht

Von Frühjahr bis in den Herbst hinein blüht immer etwas in ihrem Garten. Die Tulpen werden jedes Jahr neu gepflanzt. Bei der dichten Beetbepflanzung hätten sie sonst keine Chance.

Auf die Tulpen folgt Zierlauch. Seine Blätter sehen schnell unansehnlich aus, verschwinden aber direkt hinter den sprießenden Stauden. Neben Zierlauchzwiebeln pflanzt Sabine auch ganz normale Gemüsezwiebeln in die Beete. Ein toller Tipp: Sie blühen später als der Lauch, aber mindestens genauso schön.

Hosta sorgen mit ihren dekorativen Blättern für Struktur. Ihre Blüten sind zwar nicht spektakulär, aber sie bringen dennoch Abwechslung und Höhe in die Bepflanzung. Hortensien sehen das ganze Jahr hindurch gut aus. Die trockenen Blütenstände schneidet Sabine erst kurz vor dem Neuaustrieb ab. An frostigen Tagen schmücken sie sich mit Raureif.

Pflege muss sein

Wenn wir gerade vom Abschneiden reden, die Gartenschere ist Anjas liebstes Gartenwerkzeug. Regelmäßig entfernt sie Verblühtes und Verwelktes. Viele Pflanzen produzieren kaum noch Blüten, wenn man zulässt, dass sie Samen ansetzen. Der Griff zur Gartenschere lohnt sich also und die Stauden bedanken sich dafür mit vielen schönen neuen Blüten.

Hoch hinaus denken

Noch ein guter Tipp von Sabine: sie pflanzt grundsätzlich nur mehrfach blühende Rosen und am liebsten kletternde Sorten. In so einem kleinen Garten muss man auch die Vertikale mitdenken, wenn man es üppig mag.

Bei Rosen lohnt sich das regelmäßige Entfernen von welken Blüten übrigens besonders. In einer Schale sehen die Blüten noch ein paar Tage schön aus und verbreiten weiter ihren Duft. Blühpausen füllt Sabine mit vorgezogenen Duftwicken.

Sät man alle vierzehn Tage ein paar Samen in kleine Pflanztöpfchen, blühen sie zu unterschiedlichen Zeiten den ganzen Sommer hindurch. Und noch ein Tipp von der Gärtnerin – Wickensamen gehen schneller auf, wenn man sie vor der Aussaat über Nacht in Wasser einweicht

Sabine setzt auf Ihre Lieblingsfarben

Im Herbst verlängern gekaufte Hornveilchen die Blütensaison im Garten, solange bis die mit Raureif gezuckerten Hortensienblüten übernehmen. Eine optische Klammer bekommt der Garten durch Sabines Farbkonzept. Weiß, rosa oder blau dürfen die Blüten sein.

Knallige Rot- und Orange-Töne müssen draußen bleiben. Auch die Flaschen im Flaschenbaum müssen sich dieser Farbvorgabe unterordnen.

Auch im Winter wunderschön

Im Winter, wenn das Laub fehlt, sind sie ein echter Hingucker. Auf ihrer überdachten Terrasse kann Sabine zu fast jeder Jahreszeit ihren Garten genießen. Sie wird quasi als erweitertes Wohnzimmer genutzt. Die Sitzgruppe in der hinteren Gartenecke dagegen ist der optimale Frühstücksplatz.

Gemüse und Obst fügt sich super in den Garten ein

Kaum zu glauben, dass es in diesem Garten auch eine Ecke für Gemüse gibt. Ganz hinten am Zaun wachsen Tomaten, Himbeeren, Johannisbeeren und Weintrauben.

Sogar für ein paar Kartoffelpflanzen ist noch Platz. Alle Gartenabfälle landen gut zerkleinert im Thermokomposter.

Der Garten kann besichtigt werden

Wenn man den entdecken will, muss man aber schon sehr genau hinsehen, so geschickt ist er versteckt. Wer mag, kann diesen Garten auch besichtigen. Sabine macht mit bei der offenen Gartenpforte von Remscheid. Die Termine findet Ihr im Internet unter dem Stichwort „offene Gartenpforte“.

Zeigt uns Eure Gärten

Es gibt so viele wunderschöne Gärten – große, kleine, wilde, formelle, moderne oder traditionelle. Jeder Garten ist einzigartig! So wie ihr auch. Gewährt uns einen Blick in euer persönliches Gartenparadies! In den nächsten Ausgaben würden wir gerne Geschichten über die Gärten unserer Leserinnen und Leser erzählen. Beschreibt mit ein paar Worten und Bildern euren grünen Lieblingsort. Mit etwas Glück stehen wir demnächst vor eurem Gartenzaun und ihr erzählt uns eure Gartengeschichte.

Bitte per Mail an: info@kremer-naturtalente.de oder per Post annGarten-Center Kremer GmbH, Lennestraße 38, 57368 Lennestadt

Eure Natur-Talente.

P.S.: Den Bericht findet Ihr auch in der aktuellen Ausgabe unseres Kremer Magazins. Allerdings gab es dort einen Namensfehler. Der wunderschöne Garten gehört Sabine Sperlich und nicht wie dort abgedruckt Anja Maubach. Vielen Dank lieb Sabine, dass Du das mit so viel Verständnis hingenommen hast!